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Das Mysterium der Klippoth

Das Mysterium der Klippoth – Die Entkleidung der Schalen

 

Lese nicht, was geschrieben steht, entkleide mit deinem Erkenntnis-Verstand mit Einsicht!

 

Die <Klippah> bedeuten im mystischen Wissen: Hülle, Umhüllung, Schale, Umschalung.

Die Mehrzahl von Klippah ist Klippoth.

Als Schale umhüllt die Klippah den göttlichen Kern, das Göttliche, den göttlichen Funken, die 1 aus dem Schöpfungsprinzip 4:1.

Wie bei einer Nussschale, die die Nuss umhüllt, und als „harte Schale“ bezeichnet wird.

Oder wie bei einer Apfelschale, die den Apfelkern umhüllt und als „weiche Schale“ bezeichnet wird.

Im Urhebräischen Wissen besteht jede Klippah besteht aus 4 Schalenteilen als Verhüllung des Göttlichen:

Der erste Schalenteil wird im mystischen Wissen „Sturmwind“ genannt.

Der zweite Schalenteil heißt „Große Wolke“.

Der dritte Schalenteil wird als „entzündendes Feuer“ beschrieben.

Der vierte Schalenteil heißt „Glanz-Schale“ und ist die mögliche Brücke und Pforte zum Göttlichen.

Wir finden im ursprünglichen Wissen die Klippoth sowohl beim Geschehen „Bruch der Gefäße“ in der Welt bei Gott

als auch in unserer Welt <Assia> als Ausdruck von allem stofflichen Geschehens.

In unserer Welt sind die Klippoth in allem Stofflichen verhaftet. In Allem, was wir durch die 5 Sinne wahrnehmen. In jedem Begegnungsmoment ob Mensch, Tier, Pflanze oder Stein. In jedem Gedanken, in jedem gesprochen Wort und in jeder Handlung des Menschen.

Im Niemandsland, der erste Ort nach dem körperlichen Tod, wirken die ersten drei Klippah-Teile auf das Bewusstsein des Menschen ein. Die Suche nach dem 4. Klippahteil beginnt.

Auch im jenseitigen „Höllen-Erleben“ des zu erlösenden Menschen sind die 3 ersten Klippahteile anwesend und müssen durch den 4. Klippahteil transformiert werden.

Neben der „Hölle“, an einem besonderen Ort, im Jenseits, liegt der 4. Klippahteil, die „Glanz-Schale“.

In jeder der „ersten drei Klippah-Teile“ wohnen 2 Eigenschaften

Verharren in der nur äußeren Welt:

Werden die ersten drei Schalen ausschließlich für die äußere Welt genutzt, dienen sie ausnahmslos der linken Seite. Sie besitzen die zerstörerische Neigung, vorschnell nach dem äußeren Schein zu urteilen und stetig neue Hüllen zu erzeugen, um die Spaltung und Trennung in der Schöpfung weiter zu vertiefen.

Das göttliche Licht wird hier von den ersten drei Schalen vollkommen verdeckt, da diese eine extrem dichte, verhärtete Struktur annehmen.

Die drei äußeren Schalen, Hüllen, dienen „dann“ ausschließlich der Entwicklung und Erhaltung der linken Seite.

Die ersten drei Schalen sind dann so dicht, hart und versteinert, dass das göttliche Licht in ihnen vollständig verdeckt ist.

Oder als Transformation:

Der Mensch besitzt die Möglichkeit, die „harten“ Schalen weich zu machen. Das „Weichmachen“ geschieht, indem der Mensch das Verborgene (die göttliche Einheit, die 1 im Schöpfungsprinzip) hinter den Erscheinungen der materiellen Welt (der 4) sucht und aktiviert.

Statt im verhärteten Denken der Gegensätze (gut/böse, Ich/Du) gefangen zu bleiben, begibt sich der Mensch auf eine höhere Denkebene des Nicht-Polaren. Aus diesem Zustand des Geschehen-Lassens und der Einsicht verliert das Egotum seine Dichte, und die starren Abwehrschalen verflüssigen bzw. erweichen sich und werden durchlässig für das Licht.

Statt im verhärteten Denken der Gegensätze (gut/böse, Ich/Du) gefangen zu bleiben, begibt sich der Mensch auf die höhere Denkebene des Nicht-Polaren. Aus diesem Zustand des Geschehen-Lassens und der EIN-Sicht verliert das Egotum seine Dichte; die starren Abwehrschalen verflüssigen sich und werden durchlässig für das Licht.

Der vierte Klippahteil:

Der vierte Schalenanteil umgibt die göttliche Gegenwart (Schechina) im Innersten des Schalen-Komplexes. Durch ihre Lage direkt an der Schwelle vermittelt sie zwischen dem heiligen Bereich der Einheit und den drei äußeren, noch unheilsamen Schalen. Sie ist der Ort der Entscheidung: Wählt der Mensch das bloß Äußere, wird sie zur Plage; blickt er durch sie hindurch auf die <1>, erstrahlt sie als göttlicher Glanz.

 

Schalenkunde

In der Tiefe des alten Wissens wohnt der göttliche Erlösungsgedanke.

Aus „harten Schalen“ werden „weiche Schalen“.

Die <nur 4 Welt>, – das bloße, versteinert Äußere – wird transformiert zur heiligen <1+4 Verbindung> aus dem Schöpfungsprinzip 1:4.

Der erste und äußere Klippahanteil:

Der Sturmwind

Der Sturmwind ist die am weitesten außen liegende Hülle, welche das göttliche Licht (Schechina) im negativen Fall verdeckt.

Der Wind

<Wind> wird im Urhebräischen mit <Ruach> beschrieben. Auch Geist, Atem, Bewegung, Richtung.

Der Sturm

Ein Sturm bedeutet im tiefen Sinne, dass Gott sich einmischt, wenn menschliche Pläne, Egos oder Systeme versteinern. Er drückt aus: „Jetzt ist es genug, diese Welt mit euren Maßstäben ist nicht alles“.

Der Sturm ist die Erschütterung oder heftige Emotion, die das gewohnte Weltbild eines Menschen ins Schwanken bringt oder zum Einsturz bringt. Er entsteht als kraftvoller „Gegenwind“, wenn sich das menschliche Ich-Bewusstsein rein an die materielle Welt (die 4) bindet, ohne die Verbindung zum Ursprung (der 1) aufrechtzuerhalten.

Über den Sturm melden sich geistige Botschaften und Impulse mit Nachdruck und Schärfe.

Der Sturm symbolisiert den Aufbruch. Er bringt das durcheinander, was im Alltag erstarrt ist, um den heiligen Geist (Ruach) im Menschen wieder in Fluss zu bringen.

Wenn der Mensch im Stofflichen erstarrt ist, tritt der Sturmwind als gewaltiger „Gegenwind“, als Krise, Schicksalsschlag oder Umbruch im Leben auf.

Der Sturmwind ist die Kraft, die „Felsen bricht“ und verkrustete Selbstbilder zum Einsturz bringt, damit der dahinter liegende geistige Kern überhaupt wieder erreichbar wird.

Der Sturmwind dient als erste Möglichkeit der Transformation. Das Verwandeln der „harten Schalen“ in „weiche Schalen“ auf Erden, im Niemandsland und im „Höllen-Erleben“.

Der zweite und äußere Klippahanteil: Die große Wolke

Die Wolke

Die Wolke als mächtige, alles umfassende Hülle.

Auf seelischer Ebene verkörpert die Wolke als Nur-Klippa die Unfähigkeit das Göttliche zu sehen – eine dichte Nebelwand, in der der Mensch die Orientierung verliert, Wahrheiten verdreht sieht oder geistig blind für den inneren Sinn der Dinge wird.

Die Wolke stellt den Zustand dar, in dem man in der materiellen Welt gefangen ist und den Geist dahinter nicht mehr wahrnehmen kann.

Die große Wolke

Die große Wolke ist der göttliche Impuls, der das starre „So-ist-es-nun-mal“ es menschlichenen Egotums durchbricht. Sie signalisiert dem Bewusstsein den heiligen Moment der Wandlung – den Aufbruch aus der Erstarrung ins Ungewisse.

Die große Wolke ist das Bild dafür, dass Gott sich bis an die Schwelle der Sichtbarkeit begibt, sich dabei aber gleichzeitig in Unsichtbarkeit verhüllt. Gottes Licht (Schechina) kann vom Menschen in dieser Welt der Stofflichkeit nur wahrgenommen werden, wenn es durch das Medium der Wolke abgemildert wird – als das göttliche Licht von innen heraus.

Die große Wolke drückt exakt den Zustand des Aufbruchs und des Übergangs aus, wie beim Zug durch die Wüste, wo das Volk aufbrach, sobald die Wolkensäule aufstieg und das Statische in Bewegung brachte.

Die Wolke verleiht dem Menschen Hülle und Form an der Schwellengrenze zur göttlichen Sichtbarkeit.

Die „große Wolke“ dient als zweite Möglichkeit der Transformation der „harten Schalen“ in „weiche Schalen“ auf Erden, im Niemandsland und im „Höllen-Erleben“.

 

Der dritte und äußere Klippahanteil: Das sich entzündende Feuer

 Die zwei Seiten des Feuers:

Die äußere Seite:

Als Klippa bezeichnet „das sich entzündende Feuer“ jenen verhängnisvollen Zustand, in dem die Lebensenergie vom göttlichen Ursprung ( <1> ) abgeschnitten ist und beginnt, im Materiellen (<4> sich an sich selbst oder an ihrer Umgebung abzuarbeiten. Es ist die Dynamik von ungestillter Gier, Zorn, Trennung oder Egozentrik, die aus dem unteren Abgrund stetig neue Brandfunken schlägt. Ein Zustand, in dem das Ego im eigenen verkrusteten Schmerz verbrennt.

Die Transformation

Obwohl „das sich entzündende Feuer“, die innerste Schale, die reinste Finsternis bildet, birgt das Feuer das mächtigste Werkzeug zur Wandlung, zur Umkehr (Tikkun).

Wenn das Feuer von außen (das Tun des Menschen) mit dem Feuer von oben (der himmlischen Gnade) zusammentrifft, entsteht Läuterung – ein Zustand, in dem die Seele nicht verbrennt, sondern gereinigt wird. Das Feuer verzehrt die harte, äußere Materie und das Egotum, damit das verborgene, innerste Licht erstrahlen kann. Der immer brennende Dornenbusch.

Der „das sich entzündende Feuer“ dient als Möglichkeit der Transformation der „harten Schalen“ in „weiche Schalen“ auf Erden, im Niemandsland und im „Höllen-Erleben“.

Die 4. und innerste Klippat

Klippat Nogah genannt – im Urhebräischen als Glanz-Schale, Schale des Glanzes“ oder „glänzende Schale“ beschrieben.

Die Schale, Hülle, Klippah, die als einzige, göttliche Lichtfunken besitzt und nahe der Schechina wohnt.

Der Glanz, welche die göttliche Gegenwart (Schechina) direkt umgibt und als einzige Lichtfunken enthält.

Wegen ihrer Nähe zur Schechina enthält sie als einzige aller Schalen heilige, direkte Lichtfunken. Sie besitzt die Ur-Fähigkeit, Licht zu reflektieren, durchzulassen und in die heilige Einheit zurückzuführen.

In der Klippat Nogah sind Gut und Böse miteinander vermischt.

Sie ist der Schwellenort des menschlichen Alltagsbewusstseins:

Die Klippah Nogah ist die Brücke zur Läuterung. Während die drei äußeren Schalen gebrochen oder verfeinert werden müssen, bildet die Klippah Nogah den Ort des menschlichen Handelns: Sie kann direkt gereinigt, gehoben und in das reine göttliche Licht integriert werden.

Die „Glanz-Schale“ dient als Möglichkeit der Transformation der „harten Schalen“ in „weiche Schalen“ auf Erden, im Niemandsland und im „Höllen-Erleben“.

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