Übersetzer l Translate
Vernetzung mit Bernhard P. Wirth
Video-Online-Kurs
Neuerscheinung
Verschluss-Sache: SEELE
Verschluss-Sache: BIBEL
Ausbildungsangebot

Die Reise der Seele …

Was geschieht während des Sterbens …

Der Übergang vom physischen Erlöschen bis zum Eintreten des Bewusstseins in den „Kaf ha-Kela“ (das Niemandsland zwischen den Welten) ist ein mehrstufiger Entkopplungsprozess.

In der kabbalistischen Anatomie des Sterbens (insbesondere nach Luria und den Ausführungen des Sohar) geschieht dieser Weg nicht abrupt, sondern als schrittweises Zurückziehen der Lebenskräfte durch die Schichten der Welt Assiah.

 

Das Erlöschen des Lebensfunkens und das Schauen der Schechina

Der Prozess beginnt noch vor dem letzten Atemzug auf der physischen Ebene:

Das Lösen der Nefesch: Die unterste Seelenebene (Nefesch), die das Blut und die vegetativen Körperfunktionen belebt hat, beginnt sich aus den Organen zurückzuziehen.

Der Blick durch den Schleier: Kurz vor dem Tod öffnet sich die feinstoffliche Wahrnehmung. Der Mensch schaut das Licht der Schechina (der einwohnenden göttlichen Gegenwart). Wir kennen diese Lichtschau von Reanimierten. In diesem Lichtblick erkennt die Seele die absolute Wahrheit ihres bisherigen Lebens. Das Physische verliert schlagartig seine Dominanz.

 

Die Lösung des „silbernen Bandes“ oder „silberner Faden“ (Chabel ha-Kasef)

Der Moment des Reißens im Sohar

Wenn dieser Faden zerreißt, erlischt das Abbild (Zelem) des Menschen in der physischen Welt endgültig. Der Sohar beschreibt, dass in genau diesem Moment der Trennung, die Nefesch den Körper verlässt, woraufhin die elementare Formauflösung des physischen Leibes (Verwesung) beginnt.

 

Mit dem Aussetzen des Atems bricht die organische Verbindung:

Trennungsakt: Die energetische Schnur, die den feinstofflichen Empfindungskörper „Nefesch“ mit dem physischen Leib „Guf“ verbindet, reißt.

Die Orientierungsphase: Die Nefesch befindet sich nun in der unmittelbarsten Dunstsphäre des Körpers (dem feinstofflichen Assiah). Sie nimmt ihren eigenen leblosen Körper wahr und erfährt das erste Ablegen der physischen Sinnesorgane.

 

Das Dreitage-Gedächtnis und die Bindung an die Form

In den ersten drei Tagen nach dem körperlichen Tod bleibt die Nefesch in starker Resonanz mit dem abgelegten Leib:

Verdichtung der Gedankenmuster: Während der Körper beginnt seiner Eigengesetzmäßigkeit (Verwesungsprozesse) nachzugehen, bleibt der „Astralkörper“ oder anders formuliert, bleibt die ätherische Form, der Zelem bestehen.

Sämtliche im Leben aufgebauten Begehren, Ängste, ungeklärten Affekte und Verhaftungen an die materielle Welt sind in dieser Form, im Zelem als energetische Erinnerungen gespeichert.

Der Schwere-Effekt: Wenn das Bewusstsein zeitlebens stark mit dem Materiellen, dem Ego und den Sinnen identifiziert war, hat diese ätherische Form, der Zelem eine hohe „Dichte“.

Diese hohe „Dichte“ bindet die Nefesch an das „feinstoffliche Assiah“.

Auch die untere Neschmah kann dann nicht von selbst in die höheren Erlösungsschritte aufsteigen.

 

Die Abschnürung und das „Hineingezogenwerden“ in das Vakuum (Niemandsland)

Nun vollzieht sich der eigentliche Übergang in den Kaf ha-Kela (laut Bernhard P. Wirth als „Wartezimmer“ bezeichnet):

Der Verlust des physischen Ankers: Der physische Körper steht als Bezugspunkt und Schutzhülle nicht mehr zur Verfügung. Die Seele (Nefesch) hat keine Sinnesorgane mehr, um sich in der physischen Materie zu bewegen, und keinen Körper, um Handlungen (Assiah) auszuführen.

Abstoßung und Anziehung: Die Nefesch drängt nach oben, weil ihr innerer göttlicher Kern (Neschamah) zurück zur Quelle will. Gleichzeitig zieht das Gewicht ihrer ungelösten Kelipot (der verdunkelnden Schalen aus Ego-Anhaftung) sie nach unten.

Das Eintreten in die Schleuder (Niemandsland): Da sie weder unten haften bleiben kann (der Körper ist tot) noch nach oben durchsteigen kann (die Schalen versperren den Durchgang), bricht der Raum-Zeit-Bezug zusammen. Das Bewusstsein tritt ein in das feinstoffliche Vakuum (Niemandsland) der Welt Assiah.

 

In diesem Moment greift das Prinzip des „Kaf ha-Kela“ (im ursprünglichen Wissen „Schleuder“ genannt): Das Bewusstsein wird schlagartig zwischen den Welten (Niemandsland) aufgespannt und gerät in das chaotische Schleudern seiner eigenen ungelösten, nicht mehr materiell verankerten Impulswelten.

Ein Mensch, der sich zu Lebenszeiten vollkommen an die Qualitäten der Sitra  Achra verankert hat (Egoismus, Grausamkeit, Hass), wird nach dem Tod im „Kaf ha-Kela“ (Niemandsland) von den Wesenheiten dieser dunklen Sphäre angezogen, weil seine Schwingung ihnen entspricht.

Im Niemandsland gibt es folgende Zustände:

1.Ein grundsätzlicher Aufenthalt

               Überforderung des Bewusstseins, Erstarrung,

2.Eine körperlose Rückbindung an das Irdische

               Erdgebunden, weiter im Irdischen zu wirken.

               Die Weigerung: Die Seele merkt nicht, dass sie „tot“ ist, oder weigert sich strikt,

               den Verlust ihrer physischen Verankerung zu akzeptieren.

3.Das Reich der Sitra Achra

               Die andere Seite

               Absolute Trennung / Kein Licht

               In der westlichen Welt „Hölle“ genannt.

               Ein Mensch, der sich zu Lebenszeiten vollkommen an die Qualitäten der Sitra

               Achra verankert hat (Egoismus, Grausamkeit, Hass), wird nach dem Tod

               im „Kaf ha-Kela“ (Niemandsland) von den Wesenheiten dieser dunklen Sphäre

               angezogen, weil seine Schwingung ihnen entspricht.

4.Der Erlösungsweg

               Die 12 Stationen des Todes

               Dies ist ein geordneter Läuterungsprozess.

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close