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In die Stille kommen-Gedanken

 

In die Stille kommen-Gedanken

Lärm kein rein akustisches Phänomen.

Lärm ist ein geistiger und psychologischer Zustand, der das exakte Gegenteil deiner inneren Ruhe darstellt.

 

Der kommunikative Lärm (Das digitale Grundrauschen):

Lebensnahes Beispiel: Du sitzt in der U-Bahn. Um dich herum starren alle auf Bildschirme. Dein eigenes Smartphone vibriert: Drei WhatsApp-Gruppenchats gleichzeitig, in denen belanglose Memes und schnelle Sprüche fliegen; daneben poppen Push-Benachrichtigungen von News-Portalen auf, gefolgt von TikTok-Videos, die sich im 5-Sekunden-Takt abwechseln.

Der Lärm-Effekt: Ein gigantisches Informationsgewitter. Es wird geredet, gepostet und gelikt, aber niemand hört mehr wirklich zu. Es ist das „schwerste Geschwätz“, das dich in Wirklichkeit taub und einsam macht.

Deinen Taten:

Die Tat: Drücke den Power-Button deines Handys. Schau zu, wie der Bildschirm schwarz wird. Drehe das Handy um, sodass das Display nach unten zeigt, und stecke es weg – in die tiefste Tasche, wo du nicht mal eben so hinfassen kannst.

Warum: Du unterbrichst die visuelle Nabelschnur. Solange das Display leuchtet, verlierst du. Schwarz bedeutet: Die Flut bleibt draußen.

Die Tat: Rutsche ganz nach hinten auf deinem U-Bahn-Sitz, bis dein Rücken die Lehne berührt. Stelle beide Füße flach und fest auf den Boden. Atme jetzt einmal tief durch die Nase ein, halte den Atem für 2 Sekunden an, und lass ihn ganz langsam durch den leicht geöffneten Mund ausströmen.

Warum: Dein Geist rast, weil deine Augen rasen (TikTok, Push-Nachrichten). Indem du deinen Körper spürst und den Atem verlangsamst, zwingst du dein Gehirn, aus dem Stressmodus auszusteigen. Du schaffst dir einen millimetergroßen Raum der Ruhe mitten im Lärm.

Die Tat: Suche dir im U-Bahn-Waggon einen einzigen, analogen Gegenstand. Keine Schrift, kein Gesicht. Zum Beispiel: die Haltestange vor dir, die Naht des Rucksacks deines Vordermanns oder deine eigenen Schuhe. Schaue dir diesen Gegenstand für die nächsten zwei Stationen ganz genau an. Wie reflektiert das Licht auf dem Metall? Welche Farbe hat die Naht?

Warum: Wenn du die Augen schließt, fängt das Gedankenkarussell erst recht an zu drehen. Indem du deinen Blick starr auf eine einzige, reale Sache richtest, beruhigst du das Nervensystem. Du zoomst dich aus dem digitalen Welt heraus und landest im echten Leben.

Das Ergebnis nach 3 Minuten: Die U-Bahn ist immer noch laut, die Leute starren immer noch auf Bildschirme. Aber duhast aufgehört, mitzurasen. Du bist ausgestiegen, während du noch drin sitzt.

Das Leben als „Kinofilm“ betrachten

Anstatt sich mit Ihren Rollen im Alltag (Beruf, Pflichten, Sorgen) extrem schwer zu identifizieren, wechseln Sie die Perspektive hin zum reinen Beobachter.

Die Praxis: Wenn Sie in einer Schlange stehen, im Stau stecken oder im Stress sind, treten Sie innerlich einen Schritt zurück. Betrachten Sie die Szene wie einen Film, der gerade vor Ihnen abläuft. Schauen Sie sich selbst dabei zu, wie Sie agieren, ohne es zu bewerten.

Das Prinzip: Sie lösen sich von der Fixierung auf das weltliche „Ich“ und verbinden sich mit dem unbeteiligten, ewigen Zuschauer in Ihnen – dem „inneren Ich“.

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