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Kanaaniter

 

Wenn darum in der Bibel über den Kanaanitischen Knecht

gesprochen wird, dann meint sie damit, das der Leib mit seinen Entwicklungskräften,

mit seinem irdischen Charakter,

stets der Knecht der Seele- des Menschen, der sich auf seinem

Lebensweg mit Gott verbinden will – bleiben wird, daß dieser

Teil des Leibes niemals wird freikommen können, um mit sei-

nen Entwicklungskräften den Menschen anzufallen.

Dagegen ist der Knecht, der aus dem biblischen Israel

kommt, der abgewichene Mensch, der wieder zurückkehren

kann. Er ist nämlich nur vom rechten Weg abgeirrt und dadurch

in einen Zustand der Abhängigkeit geraten. Er ist vielleicht

abgeirrt, weil er seine Bestimmung nicht begriffen hatte, wo-

durch er sich etwas aneignete, was nicht für ihn bestimmt war.

Durch ein solches Verhalten kann er gegenüber den ande-

ren in einen Zustand kommen wie den eines abgewichenen

Leibes gegenüber einer Seele. Doch diese Verbannung im Lei-

bes-Zustand, im Zustand der Abhängigkeit, dauerte nur sechs

Jahre: im siebten konnte er die Freiheit wiedererlangen, so wie

alles, was zum Menschen im siebten Tag, in dieser Welt gehört,

die Freiheit wiedererlangen kann.

 

Der Kanaanitische Knecht ist also dasjenige am Leib, was

die Entwicklungskräfte zum Ausdruck bringt. Diese sind nun

in dieser zweiten Welt, in der ›toldoth‹von Noach, wieder ge-

schwächt. Sie sind dem Menschen, der vom »Baum, der Frucht

macht« nicht nimmt, unterworfen. Und dadurch wird dieser

Mensch nun beschützt, er ist dem Untergang, der sich im an-

deren Teil der Basis, am Ende des sechsten Tages, konkretisiert

hatte, nicht mehr ausgeliefert. Wieder ist es der Schutz, der den

siebten Tag schenkt.

 

Dieser Kanaanitische Knecht hat nichts zu tun mit dem *Farbigens als Sklaven.

Auch historisch gesehen ist übrigens

der Kanaaniter in erster Linie kein Farbigers, sondern ein

Weißer Auch andere Nachkommen Chams sind weiß. Der

alte Ägypter stammt von Cham ab, ebenso Nimrod, und sie alle

sind keine Farbigen. Darüber hinaus ist es in unserer Welt nicht

mehr möglich nachzuweisen, wer von wem abstammt, eben-

sowenig wie es möglich ist, mit den Maßstäben unserer Zeit

biblische Zeiten zu messen.

In der Geschichte sehen wir, wie Cham und Kanaan, äußer-

lich betrachtet, alles andere als Knechte sind. Ägypten und

Kanaan sind die Herren, ihnen gehört die Welt. Und die Kin-

der von Schem in der Bibel wohnen als Fremdlinge bei ihnen.

Trotzdem erzählt die Bibel, wie es das Leben der Kinder

Schems, der Erzväter ist, welches das Schicksal der, äußerlich

betrachtet, als Herren Lebenden bestimmt.

In der Welt scheint das Materielle den Ton anzugeben.

Trotzdem ist es eine andere Kraft, die die Führung innehat.

Das Materielle ist der Kanaanitische Knecht.

 

Und wenn an diesem Ort der Einheit ein Zweiheitsleben geführt

wird, ein Vielheitsleben, dann entsteht Disharmonie, und esist,

als ob dieser Ort den Menschen dann ausstieße, so wie die Be-

wohner, die zuerst dort wohnten, die Kanaaniter und andere

Völker, vertrieben wurden und wie die Bibel auch vom bibli-

schen Israel erzählt, daß es dort nur wohnen kann, wenn es ein

Leben führt, das ebenfalls ein »Einsmachen« zum Ausdruck

bringt. Die Zeit, wo die Kanaaniter dort wohnten, war die Zeit,

in der die Welt ›die Einswerdung« noch nicht erreicht hatte.

Diese kam erst mit dem 26.Geschlecht, mit dem der Name

Herr‹ auf Erden erfüllt war. Solange Gott die Welt in Zwei-

heit sein ließ, gerade um die »Eins durch ein Sich-wiederfin-

den voneinander getrennter Teile wieder entstehen zu lassen,

solange wohnten in diesem Land die sieben Völker, wie die sie-

ben Tage der Welt, im Dienst der Vielheit.

 

Der Mensch ersieht aus der Bibel, wie sein

Leben vom Muster der Schöpfung durchzogen ist. Er erkennt

daraus, wie er selbst der ro-5 gegenübersteht und wie er in sei-

nem Leben die I0-5-6-5 vollenden kann, indem er seine Fünf

mit der anderen Fünf verbindet, dadurch den Kanaaniter ver-

treibt und die ursprüngliche Harmonie wiederherstellt.

in dieser Welt wird der Mensch tatsächlich leben können,

Wenn er das Stadium der Zweiheit hinter sich gelassen har und

die Zeit des Kanaaniten im Land der Einheit vorüber ist.

Die Tatsache, daß man Tat und Belohnung oder Bestrafung

im materiellen Sinn gegeneinander abwägt, daß man danach

Ausschau hält, ob diese Belohnung hier tatsächlich auch ein-

zukassieren ist, habe ich die ›Geschäftsmentalität« genannt. Es

ist die Mentalität, mit der man sagt: ›Wenn so etwas geschehen

kann und darf, dann gibt es keinen Gott<oder »… dann ist Gott

jede Grausamkeit gleichgültigs, usw. Kanaaniter, hebräisch

Kanaani, bedeutet denn auch ›Kaufmann«. Es ist das typische

Merkmal der Welt, die durch den ›Ibrik, durch den von der an-

deren Seite kommenden Menschen vertrieben werden muß.

‚Van versteht die besondere Stellung der 30 Jahre gegen-

über den 400 noch besser, wenn man die Struktur dieserte.

hiode etwas näher betrachtet. Wit sehen dann, wie übrigens

bereits besprochen, da von den 400 Jahren 100 Jahre nochin

Kanaan verbracht werden, wenn dann auch als Fremdlings,

weil der Kanaaniter das Land des Ursprungs noch besetzte, da

die ganze Welt noch nicht zum Zustand der Harmonie in der

„Eins< zurückgekehrt war. Diese 190 Jahre in Kanaan haben

denn auch denselben Wert wie das Wort Kanaan«, welches

ja 20-50-70-50 ist, mit einem Gesamtwert von 190. Danach

kommen die 210 Jahre in Agypten, die Jahre mit dem Wert des

Wortes »steigt hinab«, dem Wort »redus, das, wie wir auch

schon gesehen haben, 200-4-6, also mit einem Gesamtwert

von 210, geschrieben wird. Diese 210 Jahre bilden den tatsäch-

lichen Aufenthalt in der Welt der Zweiheit, in Ägypten. Die 30

von Abraham nun bestimmen und leiten diese 210 in Ägypten.

Sie stehen aufgrund der Eigenschaften und der Haltung

Abrahams als eine »Eins dem Erleben, dem Erleiden der Ver-

bannung in der Zweiheit gegenüber.

 

Dagegen bilden alle, die in der Erlösung ein lohnendes

Geschäft sehen, die sich entschließen, diesen Weg mitzugehen,

weil sie sehen, daß dieser Weg Erfolge verspricht, nicht nur

Erfolge in dieser Welt, sondern auch konkrete Aussichten auf

Erfolge in einer kommenden Welt, Aussichten auf Lohn<-sie

also bilden die ständigen Verführer, das dauernde Hindernis.

Ihre Motive sind nicht die des Ebenbildes Gottes: das ›Um-

sonst-tun«, das ›Vertrauen gegen alle Wahrscheinlichkeit«. Ihre

Motive waren die des Kaufmanns, des Kanaaniters, sie hatten

das Für und Wider abgewogen und gesehen, wohin sich die

Waage neigte.

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